Röntgenfluoreszenzspektroskopie,
RFA
Röntgenfluoreszenzspektroskopie,
Abkürzung RFA, nach der älteren Bezeichnung Röntgenfluoreszenzanalyse).
Bezeichnung für ein Verfahren der Röntgenspektroskopie, das die
Prinzipien der Fluoreszenzspektroskopie auf Röntgenstrahlen (Wellenlänge
2–0,02 nm) überträgt. Röntgenfluoreszenzstrahlung entsteht,
wenn durch harte Röntgenquanten (aus 55Fe, 238Pu, 241Am mit Cu-, Mo-,
Ag- u.a. Targets) Elektronen in den Atomen von den inneren Schalen auf
weiter außen gelegene Schalen gehoben werden und zum Ersatz andere
Schalen-Elektronen zurückfallen (vgl. Konversionselektronen); dabei
wird die sogenannte charakteristische Röntgenstrahlung (Eigenstrahlung,
Sekundärstrahlung) emittiert. Technisch geht man bei der RFA so vor,
dass man die zu untersuchende Probe mit der polychromatischer Strahlung
einer Röntgenröhre zur Aussendung der Fluoreszenzstrahlung anregt;
die Fluoreszenzanregung ist auch mit Gamma- od. Ionenstrahlen möglich.
Die Sekundärstrahlung wird durch den Kollimator parallel gerichtet,
durch den beweglichen Kristall (Analysator-Kristall, meist Lithiumfluorid,
Ethylendiamintartrat, Pentaerythrit, Graphit, Rubidium-, Thallium- oder
Kaliumhydrogenphthalat) gebeugt (gestreut, reflektiert) und durch Photographie,
Geiger-, Proportionalitäts- oder Szintillationszähler, registriert.
Quelle:
CD Römpp Chemie Lexikon – Version 1.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme
Verlag 1995
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